Nun schwarzaufweiß der Phänomene
25. Januar 2012
Weltverklang
Dir Abgenutzes –
in Wieder-Tiefen kehrt dein Lied
in Erdbilanzen will dein Herz:
Allumfassend aus-
skizziert
Verben
Symptogramme.
Erd- und Schlamm- und Götterbrei
dein weggefegtes Elitär
nun schwarzaufweiß der Phänomene:
gezählt sind die Tage
vergessen die Stunden –
Fragmente
Programme.
Doch im Laubentferntem: – lies!
Zu den celestrischen Feuern: –sprich!
Allem fortgewachsenen Weiß
deiner Lichter
dem Halbherzgestein:
Verben
Symptogramme.
Erde in ihnen
11. August 2011
Es war Erde in ihnen und
sie gruben – Paul Celan
Graben, graben,
immer nur graben …
In welches Verhältnis?
Gegen welche Substanz?
Die stumpfen Hände brennen dir noch.
/ /
Stoff,
vielleicht Traum -
Dein rasendes Nichts,
übernachtenes Alles –
und Urhände,
Hände:
Gelichtet
ist es dir Einkehr,
begraben
ist es dir Einkehr.
In welche Verzückung?
Gegen wieviel Kontrast?
Flammender Griff,
Wünschling,
beackert dein Land.
/ /
Graben:
Nach welchem Gebilde,
welch allzeitig Lied?
Geht dir in Himmel,
bettet in Erde.
Spricht zu Partikeln,
klafft im Gestein.
Singt
weitere Sterne.
Hat dort Namen alle, und
Spuren.
Viel Fern wird sein
8. Mai 2011
Viel Fern wird sein und Landreich weit,
es werden die Schatten dir siegen –
Pech sieh den letzten Wirkzeitkranz
auf deine Ströme biegen.
Kohleufer. Lorbeertanz.
– Wasser wachsen zu Welten.
Aus fleischem Netze gräbt´s zur Reife,
zu Blau, zu Kammer, Erhelltem.
Massenhaft fahren dir Engel ins Mark.
Celestrisch-wortgleich raunt Stirn.
Dein Neben, dein An-Sich, dem Glücklich-
keim – ein Strich von Blut und Gehirn.
Wenn es dann auch mal April werden kann
4. April 2011
Der von der Stille abgezweigte
ewig dir zugesprochne
Punkt
das Sonneninmitten hautgetan
Ungeheurlich
kann dann das All sein
zwischen jenen die kommen und jenen
die gehen, ungesehen
treibt es den Welten weit
ere Welten zu, Bilder des Tages
werden Bilder des Tages einzig
fortleuchtend
hebt sich die Nacht
aus der leichten Erde des Abends
das alles wird schön sein wie ein vergessenes Wort
Der vom Zugesprochnem
dir ingekehrt gleichende
Punkt
Hinzugedichtet
24. Februar 2011
Defloration.
Das treue Licht
sinkt in hellkalte Wunden. Winter,
ewiger Stunde schwer,
ist ein beschissenes Tier.
– Schwere überfrierende Nässe –
Und es kleidet die Nacht graue Sterne
über die Lücken des Ewigen aus.
Alles
kann so schön schlecht sein
wie das bunte Berlin.
– Bitte achten sie auf verlassene Gepäckstücke –
Konjunktur der Ebene. Abseits
schieben sich Leben ins Leben.
Stillgelegter Saft
beherbergt die Massen.
– Nutzen Sie die Vorsorgeprogramme ihrer Krankenkasse –
Endokrin
das ist der Tod.
Ab der Rückseite des Mondes
besingen die Sterne das Weite.
Schöpfung, Phase 1
23. Dezember 2010
Kleine, klare
diese Felder von Dingen -
als ob sich die Luft
zurückwandle in Raum und Gebiet
als ob
dieses Zusonnen
Materie heißt
oder Sterben.
Ichgetauft
und der zögernde Puls
setzt es voraus.
Seltsames Gewebe, Spuren
unsrer Dichte und Gottes
gleichnamigen Namens –
so als ob
traumrändig
diese Welt nach anderer
Welt gerade, so als ob
niemand allein ist
in Werden und Tod
niemand zu zweit
für das Brüllen des Lichtes.
Selbstgespräch/380 Jahre alt werden
14. Dezember 2010
Nein
du kannst nicht wissen
wie es über den Sternen endet
aber
reicht dein Blues dennoch
für den hiesigen Winter?
Du kannst es nicht wissen Baby.
Dein kümmerlich gefasstes Herz
spürt das Ebben der Zeit
deine Zähne knirschen im Grau
den Brei deiner Tage.
Noch fällt die Erde
weiter bergan.
Du könntest auch singen
zum Beispiel.
Nicht wie die Welt
3. Dezember 2010
Nicht wie die Welt
nicht wie ein Ort –
nenne
im Vorübergehenden
die Zahl deiner Landschaften – lies
dich ab von den Silben des Tages
flüster` ihnen zu sprich
ihnen nach –
dir
sind die Lichter gewachsen
an ihnen
wellst du dich fort
ins Nahe
dein Gleiches
wie Flammen.
Begrünung
12. November 2010
Hinzugeborenes Licht
und die Wälder sprechen von Sprache
lang
dehnt sich das Wort in den Tau
die Winde, überstirnt
knacken schon sanft
wer hier noch von Welt spricht
ist schnell verloren
Bäume
sind dir millionenfach Gras
Abkehr
wird dir hier Freund sein
Rheintage, 2
31. Juli 2010
Krustenmaterial
die Erde wächst ihre
Stirn
vergrößert sich sie
schluckt den Sand und die Füße
heimkehrend treten wir auf
die Füße sind Erz sind Kieselstaub Du
wächst ihnen nach.