Sohn
11. Februar 2012
Als alles heute war und wurde,
und abends in den Mond dir kroch –
was hast´gehört, O Lieblinglebling,
was träumt sich nächtelang dir noch?
Wo wirst du zehren, Weltbetreiber,
wann blauten dir die wahren Töne?
Was besessen? Was geht weiter?
Das Ich des Sohns und seiner Söhne…
Doch: dir zugeliebt aus Planktonreife,
aus Gizeh bläht dir Wiederkehr –
Wasser, Salz, sakraler Greifer
von allen Ewig-Stunden schwer.
Du weißt es nicht, obwohl du´s weißt,
und zellulär gräbt´s sich dir ein –
dein Nimmer, Immer, fortgekreist
an Zunge, Ahnung, All-Verein.
Alt Seelenwille, unterstirnt,
und alles kennt den Gottgesang.
Am Scheppern, Dröhnen, Herzgemenge,
das wahre Taggedicht dir hang.