Rheintage, 2

31. Juli 2010

Krustenmaterial
die Erde wächst ihre
Stirn
vergrößert sich sie
schluckt den Sand und die Füße
heimkehrend treten wir auf
die Füße sind Erz sind Kieselstaub Du
wächst ihnen nach.

Rheintage, 1

31. Juli 2010

Dass wir gemacht sind hierfür die Welt
setzt sich über dem Rhein
zu Zwischenwelten zusammen wir
haben uns Wolken zugesprochen und warten

in den Ecken des Himmels blaugekrönt
nennen es Luft oder Bild oder Ton und
wissen über das Taggesagte dass es
nicht nachdenkt über uns.

Auf kein Ding ist je ein Wort gekommen.
Alles hält sich unter der Hand.
Die Bilder sind uns jäh zerronnen,
des Lebens Wirken in Ahnung gebannt.

Nichts vom Ganz-hier-sein war jemals so nah
dass ein Stift in der Welt es erspürte.
Die Silben sind schläfrig, die Träume kaum wahr,
in die uns der Federstrich führte.

Auf kein Ding ist je ein Ding gekommen -
In allem Wollen will es sich nicht.
Unter den Monden und über den Sonnen,
brennt nicht dieses Helle, brennt nicht dieses Licht.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.