Hain

18. April 2009

Als wären
wirklich
Rinde und Stein
als wären
sie dort, wo sie binden,
im Wuchs.

Planetentrift
als würden sie kommen, ankommen,
zugunsten.

Hergesagtes, nein, Felsen-
schrift, nein,
nur eine Ahnung, Bildversprechen,
ein Fingerzeig erdwärts,
von Wort zu Wort ohne Ziel
ohne Ahnung, getan:

so als wären
ja wären
ziellos die Leben
belanglos das Sterben;
die Planeten echt
ohnegleichen.

So als würden
– käme man nah –
die Wälder entrastern.

Wirklich, wirklich
das Licht.
Wirklich die Masse
die es anhebt
und unentrinnbar der Stein
auf seiner Kelle zur Welt.

Das Universum (Universum?), stramm,
vergisst sich um Ziffer und Satz.
Was wir lernen
lernt sich im Schatten
weiß sich im Lichtkern
vorhanden.

Ja.
So als wären, tiefer,
die Edlen am Werk.

3 Antworten zu „Hain“

  1. ky Sagt:

    ein sehr schönes gedicht. klanglich höre ich eine nähe zu celan… liege ich da richtig? lg ky

  2. Basti :) Sagt:

    Ich lese da eine Nähe zu Ceran :) , liege ich da richtig? lg Bruderherz :)

    • dennisfreischlad Sagt:

      Ceran, Rilge und OKtavio Pas sind meine Lieblingsboeten, nähe also schnurstraks vorhanden. Gruß nach Sinnen, Dennis


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