Erster Winter, ISMUS

21. November 2008

Schnee
in vielen Armen. Seitlich
erreicht uns
der Aufschlag des Windes,
gräbt sich zu Blut, unter. Zeit
kennt den Grashalm noch heute.
Bekennendes Licht –
Übungsraum, wie vollzogener Klang, wie:
ein Porenguß einwärts.

Glück
dauert. Eine nasse Wiese. Kristallinhand.
Der Gänseruf drüber. Das Nichts,
belippbar, das
Alles.

Reiz

17. November 2008

Kratz an den Beeren
Verschlinge die Antitage –
Im Abseits werden wir
Zu Göttern dort draußen.

Wir zählen Drachenträume und Ruß
Werden Zehntausende sein –
Was immer der Ahorn beweißt
Verblüht als Licht in den Winden.

DoppelA

9. November 2008

Jedem, was wir sind (steigen…), und trotzdem
weiterhin nichts –
Bakterien kommen vor, Bakterien-
tode kommen vor, Zeitzonen. Mech-
anisch. Das enorme Abrollen
von Irgendwas. Blut
klammert nicht ewig, noch finden
sich Worte in
Worten zurecht. Noch
bis auf die Knochen:

– Geh´n wir unter in Erde, ins Hin-Sagen! – sagen wir´s dort:
dass uns der Atem höllt in den Zellen, an Land
pulsbar noch Lebchen,
und Lippen-
wasser nur Saft ist,
un-
füg-

bar.

Ostsee 2

2. November 2008

Von uns Tieren die Hoffnung. Blau-
es Band, Erdtönen nahe,
und zur Küste nur Herzgang.

Unnahbar fließen,
unnehmbar. Mit dem
Meergang im Reinen, Zwischen-
zeit end-
los.

Gen Menschen, gen
farbbarer Formel. Anknüpfen
was Alles, was
Niederkunft war. Noch
bewegliche Erde,
hier.