Windfertig

5. August 2008

Was lässt sich noch
den Trümmern hinzufügen
wenn du schweigend vorbeirauschst
mit abertausend Anekdoten
und an der nächsten nackten Wand
als Buchstabe aufsteigst, elektrisch
und völlig ohne Vorkommnis.

Doch die Splitter lassen sich lesen –
aus leichtem Flackern fließen Verse
in deine hohle, tiefe Hand
die den Tag nach innen öffnet
anstelle eines weißen Vogels.

Dann erscheint dein voller Name
als Bernsteingrab im Hinterhof
als Lichtkranz im Haar, dem Regen
über lautvergangnes Altpapier
in wieder aufgewärmter Suppe
zum xten-wiederholtem Male
auf den Chromosomen harz-
artig wie vor tausend Jahren

und ich weiß

du warst der Augenblick
der Einschlag im Teer, das Ausufern
des Saftes in Ecken und Staub, du:
verwandelt als Luftstoß.

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