Molekulargedicht
31. Juli 2008
Für Paulus Böhmer
Von sich aus gehen die Krähen zugrunde
im blonden Wasser verkeilt sich der Tod.
Wiederholung um Wiederholung
treten wir aststark zur Plörre
das saubere Brot
und wälzen Erzengut silurisch
zünden an blaumorpher Tinte die Zahl.
Menschengemacht, der Schotter im Lachen
die Blütensaat Sternsucht -
obgleich keiner Wahl.
Naturgemacht, das Aas in den Quanten.
Nachts rücken wir bernsteinig nah.
Gefroren zwischen den kommenden Leben
erfinden sich Seelchen in
Mondstücken zahlbar.
Die große Bindung kehrt heim ohne Gott
von sich aus verheizen T-Helferzellen.
Wiederholung um Wiederholung
sperren wir Atem ins Holz
der Urwasserschnellen.